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grubenlampen:karbidlampen:hesse

Hesse

Kataloge

112/3

Kopfbrenner - Offene Acetylen-Grubenlampen mit Schraub-Bügelverschluss und Brenner oben (Katalog etwa 1920, Karbidlampe verzinkt). „Die Armaturensind nicht nur angelötet, sondern auch angenietet und ist ein Abbrechen derselben so gut wie ausgeschlossen. Die Bügel, Ösen und Verschlussschrauben der Stahllampen sind aus Schmiedeeisen“. Abweichend vom Katalogtext ist diese Lampe verzinnt.


183 Rammelsberglampe

Diese Hermann-Hesse-Lampe, Modell 183, wurde speziell für die Grube „Rammelsberg“ gefertigt (Karbidlampe mit „unanständigem Brennerträger“). Lt. Rene Wessollek wurde sie in den 50-60er Jahren auf dem Kaliwerk Sigmundshall gefahren. Bildquelle/Literatur - Titelblatt Bücher vom Skiba: Moderner Harzer Bergbau und Der Bergbau im Westharz und Susanne Aben: Licht im Dunkel, Meisterhauer Julius Pfennig mit Karbidlampe im Rammelsberg, S.25. Eine Karbidlampe mit Schrägbrenner wurde von der Firma Stöcker in Oedingen gebaut.


Butterlampe

Besonderheit - Wie kommt eine Firma aus Nürnberg dazu Siegerländer Butterlampen zu bauen? Relativ einfach. Bergleute haben für bestimmte Produkte vorlieben entwickelt. Wer eine „Butterlampe“ zum Wärmen des Kaffees schätzte, wird nicht unbedingt nach Alternativen gesucht haben. Folglich hatten die Produzenten nach den reviertypischen Vorlieben zu schauen, wenn sie dort Grubenlampen verkaufen wollten. Die seitliche Begrenzung des Doppelbügels auf dem Spannbügel ist mit angelöteten „Unterlegscheiben“ umgesetzt worden. Eine Zeichnung, Angebotsblatt oder Katalogseite liegen zur Zeit nicht vor.

Es ist davon auszugehen, dass der Marktanteil dieser Lampen sehr gering war und das deshalb nur wenige Belegstücke existieren. Die abgebildete Hesse-Lampe wurde auf der Grube „Storch&Schöneberg“ in Gosenbach gefahren.


Schraubverschluss

F. Hermann Hesse, Nürnberg – Modelle 121, 124, 124-04 und 124-08 (Text und Photos H.-J. Weinberg) Zylindrischer, vertikal gerippter Karbidbehälter und zylindrischer Wasserbehälter, durch Schraubverschluss mit aus Messing gedrücktem Gewinde verbunden, das auf dem Karbidbehälter einen freiliegenden Konus aufweist. Gelenkig angebrachter Bandeisenbügel mit einfacher Öse und bergmännischem Haken ohne Wirbel, zusätzliche hintere Handgriffe oder Rückenhaken. Horizontalbrenner aus dem Wassertank, verschiedene Reflektoren, zumeist mit Metallfunkenzünder.

Modell 121: massiver Reflektor aus Alu-Guss mit rückwärtigen Stützrippen, zunächst ringförmiger Wasserspindelgriff, später selbstfedernde Rastspindel, nur Rückenhaken, Karbidbehälter mit 7 Rippen, 1928-1950

Modell 124: zunächst großer zweischalig-einteiliger, angeschraubter Parabolreflektor, später zweiteilig-einschaliger Parabolreflektor, dreieckiger, klappbarer Wasserspindelgriff, Rückenhaken und hintere Handgriffe, Karbidbehälter mit 7 Rippen 1939-1950Modell 124-04: ähnlich 124, aber nur Rückenhaken ohne Handgriffe 1952-1961 Modell124-08: baugleich mit 124, aber Karbidbehälter mit 6 Rippen 1959

grubenlampen/karbidlampen/hesse.txt · Zuletzt geändert: 2020/04/13 12:02 von heupel