Inhaltsverzeichnis
Braunkohle im Westerwald
Entstehung
Braunkohle
Braunkohlestück aus dem Westerwald
Sehr deutlich ist die Holzstruktur dieses Weich-Braun-Kohlestücks zu erkennen.
Braunkohle verkieselt
Verkieselte Braunkohle aus Breitscheid - Formation Oberoligozän / Tertiär. Tongrube „Elfi“. Die Braunkohle im Westerwald wird meist von Basalt und Lava-Asche bedeckt. In Verbindung mit Wasser bilden sich quarz- und kieselsäurehaltige Lösungen (Siliziumdioxid). Diese dringen in das „Holz“ ein und ersetzen die organischen Bestandteile des Holzes. Im Laufe der Jahrmillionen versteinert die Braunkohle. Dieses seltene Stück stammt aus der Sammlung Eberhard Klein. Vielen Dank!
Vorkommen
Im Jahre 1651 wurden bei Höhn die ersten Braunkohlen gefunden. Der Fürst Johann Ludwig von Hadamar, zu dessen Gebiet Höhn damals gehörte, ließ dort eine Grube anlegen. Doch starkes Grundwasser führte zur Einstellung des Betriebes.
Lage der Braunkohle
Grubenfelder
Grube Alexandria
Nach dem Krieg 1870/71 begann die eigentliche Industriealisierung des Westerwalds. In dieser Zeit , von 1885 bis 1890, waren die Gruben Victoria bei Kackenberg, Nassau bei Schönberg und Alexandria bei Höhn in Betrieb.
Die Grube Alexandria liegt im nördlichen Bereich der Westerwälder Braunkohlenregion. Der Hauptschacht hatte eine Teufe von 80 Metern. von hier aus gingen zwei Förderstrecken von je 4 km Länge in die Abbaufelder. Die gewonnene Braunkohle wurde in dem neu errichteten Kraftwerk genutzt.
Die Elektrizitätswerke Westerwald nahmen ihr Kraftwerk 1914 in Betrieb. Der gesamte Westerwald bis zum Rhein wurde mit Elektrizität versorgt. Über 1000 Menschen fanden in den beiden Betrieben Arbeit und Brot. Auf dem Grubengelände wurde die Braunkohle durch einen Brecher zerkleinert und mit einer ca. 600 Meter langen Seilbahn zum Kraftwerk gebracht. Die vorhandenen großen Kohlestücke verkaufte man als Stückkohle. Die anfallende Schlacke des Kraftwerks mit Kalk gemischt wurde zu Presssteinen verarbeitet.
Da der Untertagebergbau sehr aufwändig war und man gegen die Braunkoglereviere (Düren / Tagebau) und die Steinkohle wirtschaftlich bestehen musste, sank die Zahl der Gruben im Westerwald bis 1940 auf vier Gruben. Erst nach Kriegsende stieg der Energiebedarf und damit die Nachfrage nach der Braunkohle wieder an.
1959 war das Ende des Kraftwerks in Höhn gekommen. Dies hatte 1961 die Schließung der letzten Grube des Westerwaldes, die Grube Alexandria, zur Folge. Insgesamt wurden etwa 10 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Die bestehenden Gebäude konnten einer anderen Nutzung zugeführt werden, sind allerdings auch teilweise verfallen. Glück auf.
Einfahrt
Unter Tage
Links : Eine der seltenen Aufnahmen mit beladenem Hunt und Steigern.
Feiern
Bild links: Knappenverein der Gewerkschaft „Alexandria“ zu Höhn im April 1913. Daneben Fotos eines Umzuges (Tag der Arbeit?) aus den 30er Jahren.
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| v.l.n.r. Emil Höhn, Willi Hoffmann, Willi Held | . | . | Willi Held, Direktor Jansen, Emil Höhn, Prokurist Herzberg, ?, Steiger Willi Hoffmann |
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Bild links: Betriebsleiter Neitzert, Alois Kraft, Willi Held, Direktor Jansen, Emil Höhn, Prokurist Herzberg. Aufmarsch einer Abordnung festlich gekleideter Bergmänner von Grube Alexandriain den 1930er Jahren. Tag der Arbeit.
Weihnachtsfeiern
Flözstärken
Förderzahlen
Hauerschein
Glückauf Grube Zuversicht / Phönix
Mannschaft der Grube Glük Auf (Glück auf) Zuversicht von 1911. Interessant sind die beiden etwas verblichenen Aufnahmen von der Grubenausfahrt mit gefüllten Hunten von der Grube Glück auf Phönix.
Grubenlampe
Heute
Gekürztes Fördergerüst der Grube Alexandria in der Ortsmitte von Höhn. Teilweise werden die ehemaligen Grubengebäude anders genutzt. Andere Bereiche sind jedoch stark einsturzgefährdet.
Verwaltung der Grube Alexandria heute
Literatur:
3c_die_braunkohlen_des_westerwaldes_steckhahn.pdf
3c_geolog_karte_rennerod_1891.pdf
DANK
Einige Fotos wurden mir von Karl Heinz Krahm überlassen. Vielen Dank mit einem herzlichen Glück Auf! Danke !






















































































































