Tagesbruch "Faule Birke"   25.03.2005  Eisern 


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Bild:  Link zur Bürgerinitiative, Presseberichte

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Erste Eindrücke:

Anhaltspunkt für den Tagesbruch ist eine Halde. Hier liegt das Abraummaterial aus dem Stollen. Im Verlauf des Stollens sind weitere Einbrüche zu bemerken. Unter diesen Einbrüchen muss abgebaut worden sein, da die Tiefe der Einbrüche relativ groß ist. 

 

Danke an Andreas!


Wieder ein Riesenloch im Erdboden (1)

Entdeckung im Hauberg: neuer Tagesbruch mitten im geplanten Industriegebiet »Faule Birke«

ch Eisern. Das rot-weiße Band flattert heftig im Wind, die Aufschrift »Polizeiabsperrung« warnt: Vorsicht! Zwei Schritte weiter und dann kommt das große Loch im Waldboden. Ein Tagesbruch mitten im geplanten Industriegebiet »Faule Birke«. Sechs Meter breit, fünf Meter tief. »Und unten drin, zwischen den Felsen, kann man durch eine Spalte noch tiefer in die Dunkelheit spähen«, berichtet Jagdaufseher Robert Schütz. Er hat den Bruch im Hauberg nahe Eisern am Karsamstag entdeckt.

Jäger und Haubergsgenossen waren vor dem Osterfest gemeinsam unterwegs, um den Wald entlang den Spazierwegen von Müll, Autoreifen, leeren Farbgebinden und anderem Unrat zu säubern. Und dann fand der Jagdaufseher das Riesenloch zwischen den Bäumen. Gemeinsam mit dem herbei geeilten Waldvorsteher Willi Brandel informierte Schütz die Polizei. Das Areal wurde abgesperrt – vorsichtshalber! Die ebenso alarmierte Rufbereitschaft des Siegener Ordnungsamtes besichtigte den Tagesbruch. Das Ordnungsamt wird heute sofort das Bergamt in Recklinghausen benachrichtigen.

Welche weiteren Maßnahmen werden nun getroffen? Das blieb am Karsamstag freilich noch offen. Die Eiserner Jäger und Waldgenossen deckten das Loch notdürftig mit stabilen Baumstämmen ab, um zumindest die unmittelbare Gefahr abzuwenden. Über das allerdings, was sich noch in der Dunkelheit der Spalte im Waldboden verbirgt, lässt sich nur spekulieren. Ein Stollen? Gar ein Schacht? »Das Gebiet hier ist durchlöchert«, erklärte Waldvorsteher und Sprecher der Bürgerinitiative »Pro UNS Eisern« Willi Brandl der SZ: Seit dem 18. Jahrhundert sei auch in dem geplanten Industriegebiet »Faule Birke und Eisernhardt« (die SZ berichtete) Bergbau betrieben worden. Rund 280 Schürfstellen, Stollen und Schächte in der Umgebung zählt das Kartenmaterial, das Brandl besitzt. Etwa ein oder zwei neue Tagesbrüche kleineren Ausmaßes entdecken Brandl, Schütz und Kollegen jährlich. Die Wahrscheinlichkeit also, dass der neue Tagesbruch Ergebnis größerer, älterer Bergbauaktivitäten ist, scheint doch recht groß!

Quelle:  Siegener Zeitung 29.03.2005

Anmerkung1:  Das "Riesenloch" ist am Trichterboden eine Spalte von ca. 110 x  70 cm, in einer Tiefe von ca. 4m, Trichteröffnung oben ca. 6-7m oval, Schrägseiten bewachsen, (Schätzungen der SZ und WR sind unterschiedlich), Äußerungen sind ggf. vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um das Industriegebiet "Faule Birke" zu sehen.


Ein paar Meter in die Erdspalte abgeseilt: Vom Boden nichts zu sehen  (2)

Siegen-Eisern. (J.Sch.) 

Darauf waren Jagdaufseher Robert Schütz und Andree Georg nicht gefasst. Bei einem Gang durch das Jagdrevier oberhalb der "Faulen Birke" standen sie am Mittag des Ostersamstag plötzlich vor einem großen Tagesbruch.

Nur wenige Meter neben einem Hauptwanderweg klaffte ihnen eine Erdspalte von rund 2.50 Metern Breite und etwa 4 Metern Tiefe entgegen. Robert Schütz wusste sofort, dass es sich hierbei um einen Stolleneinbuch handelte und informierte unverzüglich den Vorsitzenden der Eiserner Waldgenossenschaft Willi Brandl.

Zusammen mit seinem Sohn Andree Brandl wurde die Lage in der näheren Umgebung erst einmal erkundet, damit sich die vier nicht noch mehr in Gefahr begaben. Mit einem Sicherheitsgurt und doppelt gesicherter langer Sicherheitsleine wagte sich Robert Schütz dann in die Multe und einige Meter in das eingefallene Stollenstück hinein. Mit einem großen Scheinwerfer leuchtete er in das Loch hinein, konnte aber keinen Boden sehen.(3)

"Vor rund 150 bis 200 Jahren haben unsere Vorväter oberhalb der ,Faulen Birke´ nach Eisenerz gesucht. Die Stollen sind nie zugeschüttet worden", erklärte Waldvorsteher Willi Brandl.

Schon vor einiger Zeit wurde im Bereich "Faule Birke" durch das Bergamt Recklinghausen ein Stolleneinbruch mit einem Betonstopfen verschlossen. Da das neue Loch aus Sicherheitsgründen über die gesamten Osterfeiertage so nicht offen bleiben konnte, wollte Willi Brandl das Bergamt informieren, dort war aber zunächst niemand zu erreichen.

Einsturzstelle mit Flatterband und Bäumen gesichert

Daraufhin riefen die "Entdecker" des Tagesbruchs die Polizei zur Einsturzstelle. Die Beamten sicherten die Erdspalte sofort durch Flatterband ab. Zusätzlich wurden Haubergs- Baumstämme um die Gefahrenstelle gelegt. Außerdem informierte die Polizei das Bergamt. Vor Ort war auch das Ordnungsamt Siegen.

Quelle: Westfälische Rundschau   29.03.2005   

Anmerkung 2:  "...ein paar Meter abgeseilt" ...nicht zur Nachahmung empfohlen! Die Berichterstatter sollten bitte an Jugendliche denken. 

Anmerkung 3: Die Tiefe eines Brunnens kann man durch fallen lassen eines Steins ............

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