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Siegen-Eisern. (J.Sch.)
Darauf waren Jagdaufseher Robert
Schütz und Andree Georg nicht gefasst. Bei einem Gang durch
das Jagdrevier oberhalb der "Faulen Birke" standen
sie am Mittag des Ostersamstag plötzlich vor einem großen
Tagesbruch.
Nur wenige Meter neben einem
Hauptwanderweg klaffte ihnen eine Erdspalte von rund 2.50
Metern Breite und etwa 4 Metern Tiefe entgegen. Robert Schütz
wusste sofort, dass es sich hierbei um einen Stolleneinbuch
handelte und informierte unverzüglich den Vorsitzenden der
Eiserner Waldgenossenschaft Willi Brandl.
Zusammen mit seinem Sohn Andree
Brandl wurde die Lage in der näheren Umgebung erst einmal
erkundet, damit sich die vier nicht noch mehr in Gefahr
begaben. Mit einem Sicherheitsgurt und doppelt gesicherter
langer Sicherheitsleine wagte sich Robert Schütz dann in
die Multe und einige Meter in das eingefallene Stollenstück
hinein. Mit einem großen Scheinwerfer leuchtete er in das
Loch hinein, konnte aber keinen Boden sehen.(3)
"Vor rund 150 bis 200 Jahren
haben unsere Vorväter oberhalb der ,Faulen Birke´ nach
Eisenerz gesucht. Die Stollen sind nie zugeschüttet
worden", erklärte Waldvorsteher Willi Brandl.
Schon vor einiger Zeit wurde im
Bereich "Faule Birke" durch das Bergamt
Recklinghausen ein Stolleneinbruch mit einem Betonstopfen
verschlossen. Da das neue Loch aus Sicherheitsgründen über
die gesamten Osterfeiertage so nicht offen bleiben konnte,
wollte Willi Brandl das Bergamt informieren, dort war aber
zunächst niemand zu erreichen.
Einsturzstelle mit Flatterband
und Bäumen gesichert
Daraufhin riefen die
"Entdecker" des Tagesbruchs die Polizei zur
Einsturzstelle. Die Beamten sicherten die Erdspalte sofort
durch Flatterband ab. Zusätzlich wurden Haubergs- Baumstämme
um die Gefahrenstelle gelegt. Außerdem informierte die
Polizei das Bergamt. Vor Ort war auch das Ordnungsamt
Siegen.
Quelle:
Westfälische Rundschau 29.03.2005
Anmerkung
2: "...ein paar Meter abgeseilt" ...nicht
zur Nachahmung empfohlen! Die Berichterstatter sollten bitte
an Jugendliche denken.
Anmerkung 3:
Die Tiefe eines Brunnens kann man durch fallen lassen eines
Steins ............
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